Kein Mensch ist illegal

Immer mehr Menschen sind weltweit auf der Flucht und diese Entwicklung wird sich auch zukünftig nicht ändern. Aber bereits heute stellt uns eine menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen vor große Probleme. Menschen die ihre Verwandtschaft, FreundInnen, ihren Besitz hinter sich lassen mussten um am Leben zu bleiben, werden in Teilen unserer Bevölkerung als leidiges Problem wahrgenommen. Diese Auseinandersetzung hat mich persönlich sehr erschüttert, da auch ich als Flüchtlingskind nach Deutschland gekommen bin und aus eigener Erfahrung vom Leben im Flüchtlingsheim berichten kann.

Sie sehen Migrations- und Flüchtlingspolitik ist für mich eine Herzensangelegenheit.

Immer mehr Menschen sind weltweit auf der Flucht und diese Entwicklung wird sich auch zukünftig nicht ändern. Kriege, Umweltkatastrophen und der Wunsch in einem sicheren Land unter menschenwürdigen Bedingungen leben zu können, motiviert viele Menschen ihre eigene Heimat, Besitz, Kultur, Familie und Freunde hinter sich zu lassen, um sich auf die Reise in ein sicheres Leben zu begeben. Auf Grund der fehlenden Möglichkeiten auf legale Weise in die „Festung Europa“ einzureisen, bleibt den Flüchtlingen lediglich die Möglichkeit durch Schlepperbanden einen illegalen Weg nach Europa zu finden.

Dabei müssen die Flüchtlinge viel Geld (zwischen 5.000 bis 10.000 €) bezahlen, um einen Platz auf einem der alten und stark überfüllten Flüchtlingsboote zu erhalten. Dies garantiert jedoch nicht eine sichere Ankunft in Europa, wie wir leider immer wieder feststellen müssen.

Doch was können wir tun:

  1. Einführung einer legalen Einreisemöglichkeit in die EU
  2. Ausweitung der Such- und Rettungsaktivitäten nach Flüchtlingsbooten (Seenotrettung)
  3. Änderung der Dublin-Verordnung, so dass die EU-Grenzstaaten mit der Aufnahme von Asylsuchenden nicht alleine gelassen werden
  4. Flüchtlinge zu ihren Verwandten in die EU lassen
  5. Keine Auslagerung des Flüchtlingsschutzes in nordafrikanische Staaten

Zwar haben sich bereits in dieser Woche die 28 EU-Staaten und die EU-Kommission in Luxemburg getroffen, um auf die verheerende Flüchtlingskatastrophe zu reagieren, jedoch verdeutlichen die ausgearbeiteten Ergebnisse das fehlende Verständnis der EU-Kommission in diesem Themenfeld.

Statt an einer europaweiten humanitären Flüchtlings- und Asylpolitik zu arbeiten, wurde ein Zehn-Punkte-Programm der EU-Kommission vorgelegt, welches zum größten Teil das Ziel der Fluchtverhinderung verfolgt. Sieben der zehn ausgearbeiteten Maßnahmen sind restriktiv und zielen auf Abschreckung, Kriminalisierung, Abschiebung und die Abwälzung von Verantwortung.

Lasst uns gemeinsam für eine humanitäre Flüchtlings- und Asylpolitik streiten,

lasst uns gemeinsam das Flüchtlingssterben vor den Küsten Europas stoppen und

lasst uns gemeinsam eine legale Einreise in die EU ermöglichen.

Daher am 10. Mai ganz klar Grün wählen!

 

URL:http://nima-pirooznia.de/meine-themen/kein-mensch-ist-illegal/