Gerade das Themenfeld der Flüchtlings- und Migrationspolitik ist mir eine Herzensangelegenheit: auf Grund der iranischen Revolution und des Kriegs zwischen dem Irak und Iran sind meine Eltern nach Deutschland geflüchtet, um meiner Schwester und mir ein Leben in einer gleichberechtigten und offenen Gesellschaft zu ermöglichen.

Daher verwundert es nicht, dass mich die aktuellen Diskussionen um die Unterbringung von Flüchtlingen sehr bewegt. Wir durften gemeinsam mit ansehen, dass immer noch Vorurteile und Ressentiments gegenüber Flüchtlingen vorherrschen.

Hier möchte ich, durch meine eigenen Erfahrungen, ausgegrenzten Menschen als Ansprechpartner zur Seite stehen. Besonders das Aufzeigen von sozialen, sportlichen sowie beruflichen Selbstverwirklichungsmöglichkeiten ist ein wichtiges Instrument, um Menschen eine erfolgreiche Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.

Wirtschafts- und Finanzpolitik

Als studierter Volks- und Betriebswirt möchte ich mich für eine Finanz- und Wirtschaftspolitik einsetzen, welche die Transformation unserer Wirtschaft hin zu einer CO2-armen und ökologischen Produktionsweise unterstützt. Dabei kommt der Förderung und des Ausbaus der Kreislaufwirtschaft eine wichtige Rolle zu:

  • Abfälle müssen als Ressource verstanden werden und in geschlossene Produktionskreisläufe eingebracht werden.

 

Weiter muss ein Fokus auf kleinste, kleine und mittelständige Unternehmen (KMU) gelegt werden, welche die Steigerung der regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze zum Ziel haben. Dies kann durch die Konzentration auf lokale und dezentrale Wirtschaftsstrukturen erfolgen:

  • durch die Stärkung der Direktvermarktung von Ökostrom aus Genossenschaften und BürgerInnen-Gemeinschaftsanlagen,
  • durch weitere Förderungen im Bereich der Altbausanierung und Energieeffizienz in Privathaushalten und im Gewerbe oder auch
  • durch die Unterstützung von lokale KonsumentInnen- und ErzeugerInnen-Gemeinschaften.

 

Denn nur durch eine nachhaltige und Grüne Wirtschaftspolitik sind wir im Stande das 2°C-Ziel zu erreichen.

Auch möchte ich mich für eine solidarische Ökonomie einsetzten, in der ressourcenschonende Geschäfts- und Dienstleistungsmodelle mit gemeinschaftlicher Nutzung gefördert werden, bei denen der Gebrauch statt des Besitzes im Vordergrund steht.

Ich möchte mich für eine Wirtschaftspolitik stark machen, in der die Steigerung unserer Lebensqualität (Umwelt, Bildung, Kunst und Kultur, Zeit) zum höchsten Ziel erklärt wird.

Besonders kritisch verfolge ich die Entwicklungen im Rahmen der TTIP und CETA Verhandlungen: es besteht die große Gefahr, dass ökologische und soziale Standards für die wir immer gekämpft haben, mit einem Handstreich zunichte gemacht werden. Es geht um die Wahrung von Transparenz, VerbraucherInnen- und ArbeitnehmerInnenrechte sowie die demokratische Legitimierung und Kontrolle von Regeln. Daher möchte ich mich auch weiterhin gegen TTIP und CETA stark machen, so dass unsere ökologischen und sozialen Standards nicht zugunsten von Industrieinteressen über Bord geworfen werden.

Datenschutz-,Medien- und Netzpolitik

Nicht erst seit der Veröffentlichung durch Edward Snowden über die massiven Überwachungsmaßnahmen von Geheimdiensten, müssen wir für eine Stärkung des internationalen Datenschutzes stark machen. Es darf nicht sein, dass Verwaltung und Wirtschaft Details unseres persönlichen Lebens zu Ihrem Eigentum erklärt!

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